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29. September 2021 - Mitgliederversammlung und Jahrestagung in Bremen!
Großsiedlungen Vorreiter im Klimawandel? -
20 Jahre Kompetenzzentrum Großsiedlungen!

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Willkommen beim Kompetenzzentrum Großsiedlungen

 
Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.

Kompetenzen verbinden – Wissen bündeln

Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen wurde 2001 gegründet, um die Erfahrungen Berlins bei der nachhaltigen Erneuerung der großen Wohngebiete zu bündeln und an interessierte Partner in Deutschland und Europa weiterzugeben.

Heute stellt sich das Kompetenzzentrum als bundesweite Plattform des Erfahrungs- und Informationsaustauschs zur Zukunft der großen Wohngebiete und Siedlungen der 1920er bis 1980er Jahre auf. Darüberhinaus nutzt es seine zahlreichen Kontakte zu europäischen Partnern, um die Zukunft dieser großen Wohngebiete in die fachpolitische Diskussion und Projekte der Europäischen Union einzubringen.

Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen wirbt für integrierte Konzepte, die städtebauliche Erneuerung, Klimaschutz, energetische Sanierung und soziale Stabilisierung im Rahmen wirtschaftlich tragbaren wohnungswirtschaftlichen Handelns ganzheitlich angehen und dabei innovative Methoden der baulichen Durchführung und des sozialen Umgangs anwenden.
 
Das Kompetenzzentrum - Ein starker und unabhängiger Partner
  • Es tritt ein für eine nachhaltige, ökologisch und sozial verträgliche sowie wirtschaftlich tragbare Entwicklung großer Wohngebiete in Deutschland und Europa.
  • Es pflegt ein Kooperationsnetzwerk, um Kompetenzen zu bündeln und die gesammelten Erfahrungen seinen deutschen und internationalen Partnern zur Verfügung zu stellen.
  • Es fördert die Kooperation zwischen Deutschland und den europäischen Ländern mit dem Ziel, die zukunftsfähige Entwicklung großer Wohngebiete als wichtige Herausforderung für die Politik der Europäischen Union herauszustellen.

Mitgliederinformation Januar 2021

 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Kompetenzzentrums,

das neue Jahr hat nun doch anders begonnen, als wir es uns alle erhofft und gewünscht hatten und leider ist auch die nähere Zukunft trotz Impfstoff nicht so planbar, wie wir vielleicht glaubten.
Aber es hilft nichts, die großen Wohnsiedlungen und die darin wohnenden Menschen brauchen unser aller Unterstützung. Gerade die Auswirkungen der Pandemie, die noch gar nicht im vollen Umfang absehbar sind und natürlich auch die bevorstehenden Wahlen, werden unser Engagement erfordern.
Die Mitgliederinformation mit den ersten Planungen für 2021 können Sie herunterladen.
 
 
Große Wohnsiedlungen in Zeiten des Virus!

Auswirkungen der Corona – Pandemie auf das Leben und die Planung in Großsiedlungen

I
Überforderte Nachbarschaften vermeiden

Das Zusammenleben in den großen Wohngebieten der 1960er bis 1980er Jahre ist durch die Pandemie in besonderer Weise gefordert.
- Viele Menschen wohnen enger als in anderen Siedlungsformen zusammen. Hauseingänge, Treppenhäuser und Aufzüge müssen gemeinsam genutzt werden, Ansteckungsgefahren sind entsprechend hoch.
- Der Anteil von Familien und Alleinstehenden mit Kindern ist ebenso wie der Anteil Älterer häufig höher als in anderen Siedlungsformen. Das eigentlich wünschenswerte, derzeit aber gefährdende Aufeinandertreffen von Jung und Alt ist dadurch schwerer zu vermeiden.
- Familien und Alleinstehende mit Kindern haben in den großen Wohnsiedlungen überdurchschnittlich häufig beengte Wohnverhältnisse. Teil-weise haben die Wohnungen weder Terrassen noch Balkone. Dem Wohnumfeld kommt daher besondere Bedeutung als Ausgleichsraum zu.
- Aufgrund des überdurchschnittlichen Anteils bildungsferner Haushalte sowie zugewanderter Haushalte mit sprachlichen Verständigungsproblemen ist konkrete Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Virus im Wohnmilieu dringlich.

Das sind soziale und räumliche Bedingungen, die sich deutlich von den eher großzügigen Wohnverhältnissen in Einfamilienhausgebieten und Villenvierteln mit ihren Gärten unterscheiden.
Es ist bemerkenswert, mit welcher Ruhe und Besonnenheit die Menschen in den Großsiedlungen mit den mittlerweile zweiwöchigen Kontakteinschränkungen umgehen. Die Betreuungsleistungen der Wohnungsunternehmen und vieler an-derer Akteure der Gemeinwesenarbeit haben daran ihren Anteil. Es gibt aber auch bereits erste Anzeichen für konflikthafte Situationen.

Politik und Verwaltung müssen sich im Klaren darüber sein: Die Nachbarschaf-ten, die in benachteiligten Quartieren ohnehin große Integrationsleistungen schultern und damit andere Stadtviertel entlasten, brauchen besondere Unter-stützung, damit keine Überforderung eintritt und Konflikte eskalieren.
II
Schlussfolgerungen für krisenfesten Wohnungs- und Städtebau / Robuste Stadttechnik

Die gegenwärtige Krise gibt Anlass für eine Wiederaufnahme der in den letzten Jahren in den Hintergrund getretenen Diskussion über resilienten Städtebau.
Es geht um die Frage: Wie können Wohnquartiere krisenfest gemacht werden?
Der sensibelste Bereich ist zweifellos die technische Infrastruktur: Wasserver - und –entsorgung, Heizung und Strom, Verkehr Müllentsorgung und die digitalen Netze. Die Robustheit der vorhandenen Systeme gehört genauso auf den Prüfstand wie die Krisenanfälligkeit neuer Formen der Energieversorgung und der digitalen Prozesssteuerung.
Einfache Fragen stellen sich, wie z.B.: Wie sind Betreiber und Eigentümer auf Formen des Systemausfalls vorbereitet? Was funktioniert nicht mehr, wenn der Strom ausfällt? Ist ein elektronisches Schlüsselsystem wirklich sicher? Usw. usf.
III
Historische Erfahrungen mit resilientem Städtebau

Die städtebauliche Lösung kann die Krisenfestigkeit eines Wohnquartiers beeinflussen. Die aktuelle Tendenz zu höherer urbaner Dichte durch Nachverdichtung steht im Widerspruch zu historischen Erfahrungen des Siedlungsbaus in Reaktion auf Krisenzeiten.
- Die niedrige Dichte der bewunderten Siedlungen der 1920er Jahre und ihrer Gartenstadt – Vorläufer war keine Platzverschwendung, sondern hatte ihre Ursache in den notwendigen Gartengrößen, die für die Selbstversorgung notwendig waren und von Landschaftsplanern wie Leberecht Migge optimal ausgezirkelt wurden.
- Den Planern der großzügigen, nach den Prinzipien der aufgelockerten Stadtlandschaft errichteten Wohnanlagen der 1950er und 1960er Jahre ging es um Grün, Sonne, gesunde Wohnverhältnisse. Das Abstandsgrün zwischen den Wohnzeilen könnte sich noch als wertvolle Flächenressource erweisen – eben nicht nur für den Wohnungsbau, sondern für die Landwirtschaft und Gewerbeformen, die vielleicht erst im Entstehen sind.
- Die in der DDR industriell errichteten Wohngebiete hatten in der Regel jeweils eine großflächige Kleingartenanlage als Pendant. Hinzu kamen großflächige Garagenkomplexe. Der Garten und die Garage waren als Ergänzung der Wohnung Refugien der informellen Ökonomie in der Mangelwirtschaft der DDR.

Weitere Informationen und Beispiele zum Nachahmen:

 
 
Wie versprochen recherchieren und sammeln wir Beispiele, wie in Zeiten der Pandemie der Kontakt zu den Bewohnern aufrechterhalten oder auch einfach mit Aktionen und Hinweisen das eingeschränkte Leben erleichtert werden kann  
 

Berliner Großsiedlungen am Scheideweg? - Neue Studie des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e.V.

Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen hat sich mit dieser Studie den großen Wohnsiedlungen der 1960er bis 1980er in Berlin gewidmet, in denen rund ein Viertel der Berliner Bevölkerung wohnt und deren Bedeutung für den Berliner Wohnungsmarkt als Ganzes nicht unterschätzt werden darf.

Lesen Sie hier weiter!  

FAZ-Artikel vom 23.04.2021 - Berliner Großsiedlungen am Scheideweg?

Mit der Veröffentlichung der Studie - Berliner Großsiedlungen am Scheideweg? - erschien auch ein Artikel im Immobilienteil der FAZ. Hierin wird insgesamt deutlicht: Die großen Quartiere schultern soziale Leistungen für die Stadt als Ganzes, die infolge der Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zugenommen haben. Sie entlasten damit andere Quartiere. Deshalb brauchen sie mehr politische Aufmerksamkeit und Unterstützung anstelle der zuweilen immer noch anzutreffenden Stigmatisierung in der öffentlichen Meinung.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden!  

FAZ-Artikel vom 31. Mai 2020 - Verkannte Großsiedlungen

Der Artikel von Bernd Hunger ist auf Anfrage der Redaktion der “Frankfurter Allgemeine” aus einem Leserbrief entstanden, als Replik auf die Stigmatisierung der Großsiedlungen in einem Beitrag von Christoph Mäckler vom 10.5. 2020. Wie zu erwarten war, werden die Themen “Nachverdichtung” und “Krisenfestigkeit” in Coronazeiten aus verändertem Blickwinkel betrachtet. Wir hoffen, dass der Artikel die Diskussion um die Zukunft der großen Wohnsiedlungen anregt. Das Kompetenzzentrum wird an dem Thema “Dichte mit Augenmaß” dranbleiben.

Hier geht es zum Artikel!  

TRIENNALE DER MODERNE 2019 in Berlin

3. Triennale-Wochenende 11.-13.10.2019 in Berlin

Das Programm der TRIENNALE DER MODERNE in Berlin umfasst rund 115 Einzelveranstaltungen von knapp 20 individuellen Partnern und wird von der Lotto-Stiftung Berlin gefördert.
Führungen und Besichtigungen konzentrieren sich auf das Wochenende vom 11. – 13. Oktober 2020. Ausstellungen, Installationen, Tagungen und Kongresse finden zum Teil auch außerhalb des Wochenendes statt und ziehen sich bis in den November.

Lesen Sie hier weiter!  

Unsere neue Gastwissenschaftlerin im Kompetenzzentrum - Mariia Melnikova

Im November 2018 hat die junge russische Stadtplanerin, Mariia Melnikova, ihre Arbeit als Bundeskanter-Stipendiatin im Kompetenzzentrum aufgenommen. Nach Beendigung dieser Tätigkeit steht uns Frau Melnikova nun als Gastwissenschaftlerin und erste Ansprechpartnerin für Kollegen aus Osteuropa zur Verfügung!
Lesen Sie hier mehr!  

Studie: Bauen in Nachbarschaften

Flächen für den Wohnungsbau werden in den Städten mit angespannten Wohnungsmärkten dringend gesucht. Die Potenziale der Innenentwicklung sind zusehends ausgeschöpft. Damit rücken die großen Wohnsiedlungen des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt des Interesses.
Die Studie untersucht vier mögliche Formen des Bauens im Bestand: Aufstockung, Anbau, freistehender Neubau sowie Abriss und Ersatzneubau. Die Studie kann hier bestellt werden.  

Studie: Prinzipien für den Bau neuer Wohnsiedlungen

Angesichts der großen Herausforderungen beim Bau neuer Wohnungen hat das Kompetenzzentrum Großsiedlungen, im Auftrag des BBU, die Erfahrungen beim Bau der großen Wohnsiedlungen des 20.Jahrhunderts ausgewertet und Prinzipien für den Bau heutiger, neuer Wohnsiedlungen aufgestellt. Die Studie kann kann hier bestellt werden.  

RÜCKBLICK - 30 Jahre Wohnstadt Hellersdorf (Broschüre ist bereits komplett vergriffen!)

Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen hat anlässlich des 30. Geburtstages der Großsiedlung Hellersdorf eine Materialsammlung mit historischen Dokumenten aus der Zeitschrift "Architektur der DDR" zusammengestellt. Die Broschüre "RÜCKBLICK - 30 Jahre Wohnstadt Hellersdorf" ist wegen der großen Nachfrage leider komplett vergriffen.  

"Perspektiven großer Wohnsiedlungen" - Jahrbuch 2015

Das Jahrbuch 2015 "Perspektiven großer Wohnsiedlungen" mit den Ergebnissen der Studie zur "Weiterentwicklung großer Wohnsiedlungen" des Difu und Kompetenzzentrums ist erschienen und kann hier bestellt werden.
Das Inhaltsverzeichnis des Buches und der Studie können hier eingesehen werden.
(ISBN 978-3-00-049520-5)  

"Leben in großen Wohnsiedlungen" - Jahrbuch 2013

Das Lebens in großen Wohnsiedlungen ist das Thema unseres Jahrbuchs 2013. Es bietet Ihnen neben grundsätzlichen Sichten auf die großen Wohnsiedlungen eine Fülle von Beispielen für das soziale Engagement in den Nachbarschaften. Sie können das Jahrbuch 2013 hier bestellen.
(ISBN 978-3-00-044463-0)  

Inforoute Platte & Co.

Im Wohnquartier Friedrichsfelde-Süd in Berlin Lichtenberg wurde die Inforoute Platte & Co. eingerichtet. Bei einem Sparziergang durch das Wohngebiet findet man Informationen und Geschichten über den industriellen Wohnungsbau. Denn hier, wurden fast alle Bautypen des industriellen Wohnungsbaus vom Beginn in den 1920er Jahren über die Aufbauphase nach dem Krieg bis zum industriellen Wohnungsbau der DDR-Zeit in Berlin errichtet.
 

Führungen durch das Gelbe Viertel!

Gemeinsam mit dem Heimatverein Marzahn-Hellersdorf bieten wir nach vorheriger Terminvereinbarung Führungen durch das Wohnquartier - Gelbes Viertel - an.

Weitere Informationen erhalten Sie hier!  

Exibition Project Large Housing Estates

Here is the complete exhibition text is available in English.









 

Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.

Riesaer Str. 2
12627 Berlin
Germany

Telefon: +49 30 9940 1242
Telefax: +49 30 9940 1244
E-Mail: info@gross-siedlungen.de
www.gross-siedlungen.de